Wie verlegt man eine elektrische Fußbodenheizung?
Fußbodenheizungen sorgen für kuschelig warme Füße und ein angenehmes Raumklima. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Neubau oder Altbau. Mittlerweile lässt sich eine Fußbodenheizung in nahezu jedes Gebäude einbauen und mit einer Vielzahl an Untergründen und Bodenbelägen kombinieren.
Wir erklären euch heute, wie einfach und schnell eine elektrische Fußbodenheizung verlegt wird.
Im Prinzip kann jeder handwerklich begabte Heimwerker einer elektrischen Fußbodenheizung selbst verlegen. Die Heizleitungen sind i.d.R. bereits auf einer Gewebematte vormontiert und machen das Verlegen damit so einfach, wie nie! Wichtig: Der Anschluss einer elektrischen Fußbodenheizung muss stets von einem/r fachkundigen und befugten Elektriker/in erfolgen!
1. Die richtige Auswahl treffen
Zu Beginn müsst ihr euch für die richtige Leistung eurer Fußbodenheizung entscheiden. Folgende Auswahlkriterien helfen euch bei eurer Entscheidung:
Wie wollt ihr eure Heizung nutzen?
- Zur Bodenerwärmung: 80W/m² oder 100W/m²
- Zur Raumerwärmung bei Räumen mit geringem Wärmebedarf (z.B. Küche, Schlafräume, Wohn-/Badezimmer, etc.): 150W/m² oder 160W/m²
- Zur Raumerwärmung bei Räumen mit hohem Wärmebedarf (z.B. Kellerräme, Wintergärten, Windfang, etc.): 200W/m²
Welchen Fußboden wollt ihr verlegen?
- Fliesen, Stein- oder geklebte Fußböden: elektrische Fußbodenheizung für Fliesen
- Holzfußböden wie Laminat oder Parkett und alle schwimmend verlegten Fußböden: elektrische Fußbodenheizung aus Aluminium
2. Planen und messen
Voraussetzungen für den Einbau schaffen:
- Ein leerer Raum
- Ein sauberer, trockener und ebener Fußboden
- Ein Schaltschrank gemäß den örtlichen Vorschriften und Anforderungen
- Eine feste Stromzuführung mit GFCI 16A 30mA
- Ein geeignetes Thermostat
Materialprüfung:
Vor Beginn der Arbeiten solltet ihr die Herstellerangaben des Bodenbelags prüfen, der nach dem Einbau der elektrischen Heizmatte verlegt werden soll. Der Bodenbelag sollte für die Verwendung einer Fußbodenheizung geeignet sein.
Raumgröße messen und die zu beheizende Fläche ermitteln
Miss vor dem Kauf deine Raum sorgfältig aus. Fest eingeplante Gegenstände sollten von der Gesamtfläche abgezogen werden (z.B. Badewannen, Wohnwände, Schränke, Toiletten, etc.). Als Daumenregel nimmt man ca. 90% der Raumgröße, um diese Flächer mit einer Fußbodenheizung auszustatten. Achtung: Heizkabel dürfen in keinem Fall gekürzt oder eingeschnitten werden. Außerdem dürfen sich die Heizkabel bei der Verlegung nicht überlappen oder kreuzen. Achtet daher bereits im Vorfeld darauf, dass die Heizmatte im Zweifel eher eine Nummer kleiner ausfällt, als dass sie zu groß ist. Solltet ihr im Nachhinein bemerken, dass ihr doch noch Platz für eine kleine Heizmatte habt, könnt ihr diese nachkaufen.
Skizze anfertigen

Eure Berechnungen helfen euch nun dabei eine Skizze anzufertigen. Zeichnet die festinstallierte Gegenstände als "ungeheizte Flächen" mit ein. Legt außerdem in der Zeichnung fest, an welcher Stelle ihr das Thermostat platzieren wollt. Das ist auch die Stelle, an der ihr später mit der Verlegung der Heizmatte(n) beginnt.
Funktionstest
Prüft vor der Installation die Heizmatte auf ihre Funktion. Dafür messt ihr den Gesamtwiderstand sowie den Isolationswiderstand mithilfe eines Multimeters. Die entsprechenden Widerstandswert, die die Heizmatte haben sollte, entnehmt ihr den Angaben des Herstellers. Weichen die Ist-Werte von den Soll-Werten ab, solltet ihr euch vor Einbau mit eurem Händler in Verbindung setzen. Nichts wäre ärgerlicher, als wenn ihr erst nach Beendigung der Baumaßnahmen feststellt, dass die Heizung nicht funktioniert.
3. Die Verlegung
Vor dem Verlegen der Heizmatte, muss der Untergrund sauber, trocken, fest, staub- und schmutzfrei sein. Sollte der Unterbau uneben sein, so müsst ihr diesen vor der Verlegung der Heizelemente nivellieren, sodass ihr keine Hohlräume unter der Heizleitung habt.
Boden und Wand müssen vor der Verlegung der Heizmatte für Kaltleiter und Temperaturfühler so aufgeschlitzt werden, dass zwei Leerrohre darin bündig versenkt werden können (Achtung! Kaltleiter und Bodensensor nicht im gleichen Rohr verlegen!). Für das Thermostat sollte an der ausgewählten Stelle eine handelsübliche Unterputzdose mit 230V Netzanschlussleitung aus dem Hausnetz vorhanden sein. Ein Fehlerstromschutzschalter (30 mA) ist vorzusehen.
Fixiert die Dünnbettheizmatte(n) gemäß eurem Verlegeplan mit der Klebeseite auf dem Untergrund (bei einer Aluminiumheizmatte verlegt ihr die Matte so, dass die Alufolie nach oben gedreht ist). An der vorgesehenen Wendestelle schneidet ihr das Glasgewebe ein (Achtung: Heizleitung nicht beschädigen!) und verlegt es, wie in der Zeichnung (Bild rechts) aufgezeigt. Nachdem die gesamte Heizmatte verlegt ist, drückt ihr sie fest auf den Untergrund.
Das Trägergewebe muss faltenfrei auf dem Boden verlegt werden! Bei Verwendung von Fließestrich sollte die Heizmatte befestigt werden, um ein aufschwimmen zu verhindern.
Die Fühlerleitung des Thermostats wird in einem separaten Leerrohr verlegt und sollte sich in der Mitte von zwei Heizleitungen befinden.
Verlegt die Netzanschlussleitung seitlich bis zur Anschlussdose - kreuzt hierbei nicht den Heizleiter! Unser Tipp: Stellt während der Verlegung sicher, dass der Sensor in einem Wellrohr verlegt und wieder herausgenommen werden kann, das ermöglicht euch später einen problemlosen Tausch des Thermostats, falls ihr dies wünscht.
Beim Auftragen von Flex Fliesenkleber oder Flex Spachtelmasse mit einem Zahnspachtel ist darauf zu achten, dass eine Beschädigung der Heizleiterisolierung vermieden wird. Der Heizleiter muss im vollen Umfang und in der gesamten Länge voll umschlossen sein.
Vor der Verlegung des Bodenbelags sollte die Füllmasse vollständig ausgehärtet sein. Anschließend messt ihr noch einmal den Widerstandswert.
Wichtig: Der Anschluss einer elektrischen Fußbodenheizung muss stets von einem/r fachkundigen und befugten Elektriker/in erfolgen!
Lasst den Boden vollständig aushärten, bevor ihr die Bodenheizung und das Thermostat in Betrieb nehmt - dies dauert ca. 8 – 10 Tage (auf die jeweiligen Angaben des Spachtelherstellers achten!)
Die Fühlerleitung des Thermostats wird in einem separaten Leerrohr verlegt und sollte sich in der Mitte von zwei Heizleitungen befinden.
Verlegt die Netzanschlussleitung seitlich bis zur Anschlussdose - kreuzt hierbei nicht den Heizleiter! Unser Tipp: Stellt während der Verlegung sicher, dass der Sensor in einem Wellrohr verlegt und wieder herausgenommen werden kann, das ermöglicht euch später einen problemlosen Tausch des Thermostats, falls ihr dies wünscht.
Beim Auftragen von Flex Fliesenkleber oder Flex Spachtelmasse mit einem Zahnspachtel ist darauf zu achten, dass eine Beschädigung der Heizleiterisolierung vermieden wird. Der Heizleiter muss im vollen Umfang und in der gesamten Länge voll umschlossen sein.
Vor der Verlegung des Bodenbelags sollte die Füllmasse vollständig ausgehärtet sein. Anschließend messt ihr noch einmal den Widerstandswert.
Wichtig: Der Anschluss einer elektrischen Fußbodenheizung muss stets von einem/r fachkundigen und befugten Elektriker/in erfolgen!
Lasst den Boden vollständig aushärten, bevor ihr die Bodenheizung und das Thermostat in Betrieb nehmt - dies dauert ca. 8 – 10 Tage (auf die jeweiligen Angaben des Spachtelherstellers achten!)
Installationsvideos
Für alle, die sich lieber Videos anschauen, statt Anleitungen lesen, findet ihr hier kurze Videos, die euch die Installation Schritt für Schritt erklären.

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